Fuck you, Corona.

Jetzt testen lassen

Wahrscheinlich hattest du während der ersten Corona-Welle Sex. Dafür musst du nicht nicht verstecken oder schämen. Doch viele von uns haben ihre Sexaktivitäten reduziert. Und nun ist der ideale Zeitpunkt für einen HIV- und STI-Check.

Denn Covid-19 stellt eine spannende Chance im Kampf gegen HIV dar, die sich nur selten bietet. Weil in der Schweiz weniger Menschen in den letzten Monaten Sex hatten, konnte sich HIV auch weniger verbreiten. Zudem hattest du wahrscheinlich weniger Risikosituationen, weil du eventuell ganz auf Sex verzichtest hast, monogam gelebt hast oder ganz generell weniger Sex hattest. Vielleicht hattest du aber auch viel häufiger Sex und traust dich nun nicht, dich testen zu lassen.

Unabhängig wie dein Sexleben während Corona ausgesehen hat: jetzt ist ein guter Zeitpunkt, dich testen zu lassen. Damit du deinen Status kennst.

Gelegenheit für einen Neustart

Wenn sich alle testen lassen und den eigenen HIV-Status können, können wir alle die richtigen gesundheitlichen Entscheidungen treffen, um für uns selbst und andere zu sorgen. Menschen, die positiv getestet werden, können sofort mit der Medikation beginnen. Oder du entdeckst eine andere Geschlechtskrankheit wie Syphilis, Chlamydien oder Tripper, die du gleich behandeln kannst.

Unter Umständen ist es auch eine gute Gelegenheit, mit jetzt PrEP zu beginnen, in einer Phase, wo es etwas ruhiger zu und her geht, damit du alle notwendigen Gespräche und Tests erledigt hast, sobald du wieder voll durchstarten willst. Wir haben wieder freie Termine für PrEP-Erstkonsultationen.

Corona & Sex

Sex soll Spass machen. Auch in Zeiten von Corona muss nicht grundsätzlich auf Sex verzichtet werden – schliesslich ist er für viele Menschen ein wichtiger Faktor des körperlichen und psychischen Wohlbefindens. Denke aber dabei auch an deine Gesundheit.

Mit dem Coronavirus kann man sich überall anstecken, wo Menschen in engen Kontakt kommen. Beim Sex hat man also durch die Nähe und den Kontakt ein hohes Risiko – egal, um welche Sexpraktik es geht.
Erhöht ist das Risiko, wenn mehrere Menschen auf engem Raum zusammenkommen; das gilt auch, wenn sich mehrere Leute privat zum Sex treffen.
Es ist noch unklar, ob das Coronavirus im engeren Sinne sexuell übertragbar ist, also zum Beispiel über Sperma oder Vaginalflüssigkeit oder den Kontakt zur Harnröhre beim Oralverkehr. Eine erste Studie hat das neue Coronavirus inzwischen bei einigen Menschen auch im Sperma nachgewiesen. Wie hoch die Ansteckungswahrscheinlichkeit über Sperma ist, ist allerdings noch unklar.
Am stärksten senkt man das Risiko, wenn man nur mit sich selbst Sex hat oder beim Sex nicht in der Nähe der Partner*innen ist – das ist zum Beispiel beim Telefonsex oder Onlinesex der Fall. Auch der Sex mit Partner*innen, mit denen man ohnehin im selben Haushalt lebt und Körperkontakt hat, bedeutet kaum erhöhtes Risiko.
Wenn man mit anderen Personen Sex mit Körperkontakt hat, senkt die Reduzierung der Partner*innenzahl das Risiko.
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